Johann Hieronymus Graf Herberstein oder “Jérôme” gilt als Schöpfer des Parks. Er begann in Eggenberg “eine neue Welt” zu erschaffen.
“...ein vollkommenes, der Mannigfaltigkeit der Natur nachgebildetes Landschafts-Gemälde”
Vorwiegend finden wir Eiche, Blutbuche, Kiefer und Fichte”, aber durch Forschungsreisen wurden auch viele unbekannte Baumarten nach Europa gebracht, die als Blickfang zu “Gehölzbouqets” verbunden wurden. Ein großteil der Bäume ist noch vorhanden
1773 hat sich ein Gastwirt hier im Eckpavillon einquartiert. Oder auch “Kaffeezimmer” genannt. Ich zitiere: “und jeder kann mit Erfschrischungen um das Geld bedient werden, indem der Garten für jeden frey und offen steht, um sich allda zu ergötzen".
Die Idee ist, dass die Wurzeln des umliegenden Boskette sich hier weiter fortpflanzen und einen “Spielraum” schafft, in dem Menschen sich orientieren, bewegen und in besonderer Weise erfahren können.
So wird es eine Audio-Visuelle Installation geben, in der aus allerlei Floralen Zeichnungen und Verzierungen, die aus verschiedenen  Quellen gesammelt und organisiert wurden, eine Art Floraler Wald oder ein Boskette, also ein Hain oder Wäldchen, entstehen und an den Wänden des Pavillons emporwachsen. Gleichzeitig wird es eine Installation auf einem Podest geben, auf der ein Drehteller steht und sich langsam, aber unaufhörlich dreht. In diesem Drehteller befindet sich eine schwarze Rabenfeder, das Symbol der Eggenberger und zugleich die Verbindung zu der Natur und den Singvögeln an der Decke. Die sich drehende Feder wird live von einer Kamera mit Makroobjektiv erfasst und zusammen mit den Floralen
Elementen vermischt und erzeugt so einen Hybrid aus analoger und digitaler, generativer und vorgerenderten Bildern. Durch den Einsatz von Lupen-Elementen in der Vase und Spotlights, die so ausgerichtet sind, dass das Deckengemälde durch die Lichtreflektion angestrahlt wird und immer wieder sichtbar gmeacht wird.
Das Sound Design stammt von Gregor Schmitz und Das Stück verbindet Jean-Philippe Rameaus barocke Satzlogik und Vogelruf-Motivik mit algorithmischer Granularsynthese historischer Instrumentalsamples, um in drei Formteilen (Wachstum, Blüte, Auflösung) eine hybride Ästhetik zwischen Vergangenheit und digitaler Zukunft zu erzeugen.
Die Installation soll zum Verweilen einladen, zum Innehalten, zum Entspannen und Entdecken.  Geplant ist, in Kooperation mit dem Cafe auch ein Signature Drink anzubieten.

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